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Gaiberger Freundeskreis Asyl


Wenn unterschiedliche Nationen zusammen Adventskaffee trinken

Freundeskreis Asyl in Gaiberg lud zum Kennenlerntreffen in der Kirchwaldschule ein...

Am Samstag, dem 15. Dezember 2918, fand um 15 Uhr die erste Aktion des neugegründeten „Freundeskreis Asyl“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Petra Müller-Vogel statt: an einem von einer engagierten Vorbereitungsgruppe nett und adventlich dekorierten Tafel trafen sich in der Kirchwaldschule Gaiberger mit unseren internationalen Gästen, Erwachsene und Kinder aus mehreren Ländern.
Teilweise bestehen ja schon längere persönliche Kontakte aufgrund von Besuchen in den Flüchtlingsunterkünften, so dass man schnell ins Gespräch kam – dabei wurden mit viel Kreativität die Sprachbarrieren überwunden, wobei sich die Kinder dabei noch viel leichter tun als die Erwachsenen. Bei Kaffee, Tee, Kuchen und Gebäck haben junge und ältere Gaiberger damit unseren internationalen Gästen aus den Flüchtlingsunterkünften ein wenig von der Stimmung deutscher Adventszeit vermitteln können. Auf diese Weise fand persönliche Begegnung statt, man redete nicht nur in Abwesenheit über- und voneinander. Aber auch die Gaiberger lernten sich untereinander besser kennen, was zu einer doppelten Bereicherung beitrug. Die Kinder, einige sind ja Schüler der Kirchwaldschule und hier bestens integriert, kamen bei Spielen, Basteln und Malen auf ihre Kosten – hier gab es überhaupt keine Kommunikationsschwierigkeiten.
Sehr gefreut hat den Freundeskreis Asyl, dass die Gaiberger Bürgermeisterin (ihr Mann gehört ebenfalls zum Freundeskreis) es sich nicht nehmen ließ, persönlich dabei zu sein und damit ihre Unterstützung für das Projekt auszudrücken. So ist daraus ein schöner, adventlicher Nachmittag mit netten Eindrücken geworden, der sicher, wenn vielleicht auch in anderer Form, wiederholt werden wird.
Die Treffen des „Freundeskreis Asyl“ finden derzeit monatlich im BürgerForum „Altes Schulhaus“ statt. Beim übernächsten Treffen wird Besuch von Frau Klaffke vom Asylkreis Bammental erwartet. Die Bammentaler haben an dieser Stelle schon ein paar Jahre mehr Erfahrung, von der die Gaiberger sicher profitieren können. Auch andere Asylkreise aus den Nachbarorten sollen konsultiert werden.
Nach wie vor heißt der „Freundeskreis Asyl“ alle Interessierten willkommen, die sich eventuell anschließen möchten und die Begegnung zwischen Gaibergern und unseren internationalen Gästen fördern möchten.
Gerne kann man sich dazu bei Andreas Hildebrandt, Tel. 0177 / 4029284, E-Mail: AH69251[at]web.de informieren.

Andreas Hildebrandt

Trafen sich zum Adventskaffee: Gaibergerinnen und Gaiberger sowie die internationale Gäste, die in Gaiberg ein Heimat gefunden haben. (Foto: A.Hildebrandt)

Damit Gaiberg eine „Willkommenskultur“ entsteht

Bürgermeisterin Petra Müller-Vogel initiiert Freundeskreis Asyl

Die meisten, die kamen, waren überrascht: Der Einladung zur Gründung eines Asylarbeitskreises in Gaiberg waren über 20 Personen gefolgt und am 8. November 2018 im BürgerForum Altes Schulhaus erschienen.
Nach einer Begrüßung durch die Bürgermeisterin gaben die Migrationsmanager für die Orte Neckargemünd, Wiesenbach, Bammental und Gaiberg, Herr Metzger und Frau Zimmermann, einen ausführlichen Bericht über ihre Aufgaben in diesen Orten. Sie sind inzwischen für mehrere Hundert Flüchtlingsmigranten, die in diesen Orten aufgenommen wurden, zuständig. Dabei nehmen sie Aufgaben wahr wie die erste Kontaktaufnahme und administrative Aufgaben, sie pflegen die Kontakte zu den Ämtern, vermitteln Kinder in Schulen oder Kindergärten, besuchen die Flüchtlinge in den Unterkünften etc.
Wie man sich vorstellen kann, ist das durch zwei Personalstellen nicht zu schaffen, so dass sie die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer, die in den anderen Ortschaften schon vorhanden sind, sehr begrüßen. Zum Beispiel könnten engagierte Bürger, die sich für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen einsetzen möchten, je nach eigenem Zeitkontingent in folgenden Bereichen tätig werden:

+ Flüchtlinge zu notwendigen Terminen (bei Ämtern, Schulen oder Ärzten) begleiten,

+ je nach eigener Neigung und Qualifikation Kinder, aber auch Erwachsene, fördern („einfach Spielen“, Deutschunterricht, Organisation eines netten Ausflugs etc.)

+ für die Migrationsmanager, die ihr Büro in Neckargemünd haben und nur jeden zweiten Freitag im Monat in Gaiberg eine Sprechstunde haben, Ansprechpartner vor Ort sein.

In der anschließenden Gesprächsrunde wurden schon sehr engagiert eine Reihe Ideen in den Raum geworfen und diskutiert, wobei Einzelne schon über einige Erfahrung mit der Betreuung von Flüchtlingen verfügen.Da eine weitere Diskussion den Rahmen des Abends gesprengt hätte, wurde ein zeitnaher Termin vereinbart, bei dem konkret über das weitere Vorgehen gesprochen werden sollte.

Als kommissarischer Koordinator wurde Andreas Hildebrandt bestimmt. Auch Hr. Metzger und Frau Zimmermann sagten ihre Unterstützung zu. Zudem möchte man von den Erfahrungen der Arbeitskreise der Nachbargemeinden profitieren, indem Vertreter zu einer der kommenden Sitzungen eingeladen werden sollen („man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden“). So waren die Teilnehmer an diesem Abend nicht nur beim Hereinkommen überrascht, sondern auch – durch das allgemeine Engagement für den Einsatz einer Willkommenskultur in Gaiberg – als sie den Raum verließen.

Es bleibt zu hoffen, dass dadurch den vier Familien (vorwiegend alleinerziehende Mütter mit Kindern) und auch anderen Flüchtlingen, die noch kommen werden, ein Stück neue Heimat in Gaiberg geboten wird – zumindest solange sie als Bürger bei uns wohnen.

Wer noch dazustoßen und aktiv mitdenken und -planen möchte, ist willkommen: Das nächste Treffen ist bereits am Montag, 19. November, 19.30 Uhr im BürgerForum Altes Schulhaus in Gaiberg.

Andreas Hildebrandt

Das erste Treffen des Arbeitskreises Asyl stieß auf große Resonanz am Ort. (Foto: A.H.)

Headerfoto: nw

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